Die Ausgangssituation: Es ist kalt. Ich bin hungrig. Ich bin müde. Ich habe keine Lust zu kochen.

Wenn diese Vorbedingungen zutreffen, hilft ein Griff zur Gerste. Und damit meine ich nicht Gerstenbier. Gerste wird, für alle, die noch wenig damit anfangen können, so ähnlich wie Reis zubereitet. Das tolle an dem Korn ist, dass es quasi zu allem passt, was der Kühlschrank bzw. die Vorratslade noch hergibt. Das ganze wird eine Art Suppe, wenn das Wasser nicht gänzlich verdampft beim Kochen bzw. wir mehr Wasser dazugeben. Mit weniger Wasser wird es sowas ähnliches wie ein Risotto. Perfekt abwandelbar also. Einzig das, nun ja, „Schleimige“ muss man mögen.

Zutaten:

  • 1 Häferl Gerste
  • 2 Häferl Wasser
  • 1 Suppenwürfel
  • 1 Esslöffel getrocknete Petersilie
  • 1 Zwiebel, 3 Karotten
  • optional: Bohnen, Erbsen, Kohl, Wirsing, Kürbis, Zucchini …
  • Parmesan, Nüsse (je nach gewählten Zutaten)

Zubereitung:

Gerste, Wasser und Suppenwürfel in einen Topf geben, etwa zwanzig Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen (Deckel auf den Topf!). In der Zwischenzeit Zwiebeln würfeln und Karotten in feine Scheiben schneiden bzw. andere Zutaten in Streifen, Scheiben oder Würfel schneiden. Diese zur Gerste geben und mitkochen lassen, bis das Gemüse durch ist – das dauert natürlich unterschiedlich lang und kommt auch darauf an, ob wir noch was zum Beißen haben möchten oder ob uns eher nach suppig-lätschert ist, mindestens jedoch zehn Minuten. Die Suppe bzw. das Gerste-Risotto (Gersotto?) mit Petersilie würzen.

Je nach Art des beigefügten Gemüses harmonieren natürlich andere Kräuter, hier darf durchaus experimentiert werden. Wenns eher ein Risotto wird, macht sich Parmesan ganz gut – einfach darüber reiben. Eine Handvoll Nüsse (Pinienkerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen o.ä.) würde zum Beispiel gut dazu passen, wenn wir Kürbis oder Kohl mitkochen.

Wie auch immer, dieses Gericht hat im Prinzip nur Vorteile: Es ist warm. Es kann mit dem Löffel gegessen werden. Es sättigt. Es muss kein Aufwand betrieben werden. Es genügt ein Topf dafür. Es kann am nächsten Tag nochmal aufgewärmt werden. Es passt immer genau das dazu, was noch im Kühlschrank ist. Hervorragend!