Da wir uns darauf geeinigt haben, in jedem Blogpost über die Wettersituation und somit Versorgungslage zu sprechen, können wir feststellen: es sprießt und grünt. Bärlauch zum Beispiel, Radieschen auch (die aber vermutlich im Glashaus), bald schon der erste Spargel. Damit lassen sich köstliche Mahlzeiten zubereiten, aber keine Kuchen backen. Also muss Schokolade herhalten. Und Banane. Es könnte schlimmer kommen! Denn, und darin sind wir uns ja wohl einig, bei aller Liebe zu regional&saisonal: Schokolade steht über diesen Dingen. Und wächst bei uns nicht. Genauso wenig wie Bananen. Der Agrarrebell würde mir in dieser Frage vielleicht widersprechen, und mit viel Liebe könnten wohl auch in unseren Breiten Bananen gedeihen, aber Kakao sicher nicht. Egal, es gibt ja Fairtrade und somit ruhigeren Gewissens diese Güter auch bei uns.

Bananenbrot habe ich zuvor noch nie gemacht, es war mir lange unbekannt, in den heimischen Backstuben dürfte es einfach auch keine entsprechende Tradition geben (oder ich weiß davon nichts). Manchmal habe ich schon daran gedacht, dieses irgendwie sonderbare Kuchenbrot zuzubereiten, allein es scheiterte an der Reife (meiner und der bananigen). Denn um die Bananen zu verarbeiten, müssen sie wirklich gut ausgereift sein – bloß konnten sie sich im heimischen Haushalt nie so lange halten, sie wurden immer schon davor verzehrt!

Irgendwann schafften es aber zwei dieser krummen Früchte, sich in einen entsprechenden Zustand hinüberzuretten und ich durfte – endlich – zur Tat schreiten. Die Bananen, die ich verwendete, waren relativ klein, beim nächsten Mal nehme ich entweder zwei große oder drei kleine, denn das unterstreicht den bananigen Geschmack bestimmt noch besser!

Rezeptquelle: Joy the Baker

Zutaten:

  • 85 g Bitterschokolade
  • 2 reife Bananen
  • 240 g Mehl
  • 120 g Kakaopulver
  • 1/2 Packung Backpulver
  • 1/4 Teelöffel Natron
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 110 g Butter, Zimmertemperatur
  • 150 g Zucker
  • 85 g brauner Zucker
  • 2 Eier
  • 180 ml Buttermilch

Zubereitung:

Schokolade grob hacken, Bananen mit einer Gabel pürieren, eine Kastenform buttern. Gesiebtes Mehl in einer Schüssel mit Kakaopulver, Backpulver, Natron und Salz vermengen.

Butter mit einem Mixer weich rühren, dann weißen und braunen Zucker hinzufügen und weiterrühren lassen. Eier einzeln beigeben, gut rühren lassen. Auf einer langsameren Stufe die Bananen dazurühren, dann – auf drei Teile aufgeteilt – die Mehlmischung unterheben. Schließlich die Buttermilch einrühren, entweder per Hand oder auf niedriger Stufe mit dem Mixer, und zum Schluss die Schokolade. Den Teig in die Kuchenform füllen.

Die Form im Backofen auf ein Backblech stellen, ich legte zusätzlich noch ein extra Blech darunter, damit der Kuchenboden durch die lange Backdauer besser isoliert und somit nicht verbrannt wird. Dreißig Minuten bei 180°C backen, dann den Kuchen mit einer Alufolie abdecken (damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird) und weitere vierzig Minuten backen. Abkühlen lassen und aus der Form heben.

Zum Verzehr gab’s bei uns – hallo Kindheit! – Schlagobers dazu. Macht das auch!