Ein Geständnis: Ich hab’s nicht so mit Nudeln. Ich esse sie gerne, versteht mich da nicht falsch, aber kochen… Das eine oder andere Pastagericht bekomme ich gut hin, die meisten schmecken auch ganz okay, es fehlt bloß oft der besondere Kick. Zum Glück gibt es im hiesigen Haushalt aber einen hervorragenden Pastakoch! Ich kann mich also weiterhin auf Kuchen, Torten, Quiches, Knödel und Eintöpfe konzentrieren. Weil Eintopf nicht so toll klingt wie Curry, nennen wir dieses Gericht hier Kichererbsencurry. Schmeckt doch gleich viel besser!

Kichererbsen sind super. Nicht nur für Falafel oder Hummus, sondern auch für Currys und für Menschen wie mich, die Gerichte mit Tomatensoße und Gemüse machen wollen, aber ohne Pasta. Kichererbsen erfordern Planung, das schreckt die meisten Menschen ab. Zu unrecht, wie ich meine. Ich weiche die Kichererbsen in Wasser ein, ungefähr zwölf Stunden lang, dann koche ich sie für eine Stunde, seihe sie ab und entweder zaubere ich daraus sofort ein Gericht oder stelle sie in den Kühlschrank. Dort halten sie nämlich – eingeweicht und gekocht – für ein paar Tage. Das ist doch bitte kein Aufwand! Kichererbsen sind also da, wenn sie gebraucht werden, und halten sich ansonsten geduldig im Hintergrund Kühlschrank.

Ein weiterer Pluspunkt: ich kann sie nicht verkochen. Dazu tendiere ich nämlich. Das habe ich wohl mütterlicherseits geerbt: immer alles ein bisschen zu lang und mit zu viel Wasser zu kochen. Das kann mit Kichererbsen nicht passieren. Ein Glück!

Und jetzt ist es auch wieder genug mit der Werbung für die pleonastische Erbse – wobei, eins noch: von so einem Gericht kann ich mich auch drei Tage hintereinander ernähren. Zum Frühstück und Abendessen und als Snack für Zwischendurch gibt’s Curry, das wird nie fad.

Dauer: 12 h Einweichen, 1 h bzw. 1/2 h Vorkochen, 20 min Vorbereitung, 40 min Kochzeit, ergibt ~8 Portionen

Anmerkungen:

  • Natürlich könnten wir dieses Gericht auch mit Kichererbsen aus der Dose machen, sparen uns also das Einweichen und Vorkochen.
  • Ich habe diese passierten Tomaten in der Flasche genommen, die sind ein bisschen wässriger als die im Tetrapack (kommt mir zumindest vor), daher 1/2 l passierte Tomaten aus der Dose oder im Tetrapack einfach mit ein bisschen Wasser strecken. Alles geht! Die Mengenangabe ist nicht so genau.
  • Statt Lauch könnten wir auch zwei Zwiebel nehmen.
  • Die Mengenangabe der Gewürze bitte nach Belieben verändern! Wahrscheinlich muss nachgewürzt werden, daher immer wieder kosten.
  • Ich habe die Vorkochzeit der Kichererbsen halbiert, weil ich sie gleich weiterverarbeitet habe. Die Packungsanleitung sagt eine Stunde, aber da die Kichererbsen noch eine halbe Stunde mit den anderen Zutaten kochen, genügt das.

Zutaten:

  • 250 g Kichererbsen
  • 2 Stangen Lauch
  • 1/2 Kopf Kohl/Kraut/Wirsing
  • 3 große Karotten
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 Esslöffel Öl (Rapsöl, Sonnenblumenöl)
  • 2 Lorbeerblätter, getrocknet
  • 1/2 Teelöffel Kurkuma
  • 1/2 Teelöffel Currypulver
  • 1/2 Teelöffel Chilipulver
  • 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel, ganz
  • Salz
  • Pfeffer
  • 690 g passierte Tomaten (aus der Flasche)
  • 3 Tomaten, groß
  • 1 Handvoll Basilikumblätter, frisch

Zubereitung:

Kichererbsen in eine große Schüssel geben und mit ausreichend Wasser bedecken. Zwölf Stunden zugedeckt stehen lassen, muss nicht im Kühlschrank sein. Das Wasser wird von den Kichererbsen aufgesogen, daher unbedingt eine große Schüssel und viel Wasser nehmen.

Nach zwölf Stunden abseihen und abspülen. In einem großen Topf mit reichlich Wasser für eine Stunde kochen (oder eine halbe Stunde, wenn sie gleich weiterverarbeitet werden, siehe Anmerkungen). Nicht salzen. Dann abseihen und wahlweise in den Kühlschrank stellen für eine spätere Verwendung oder gleich weiterverarbeiten.

Lauch, Kraut und Karotten waschen und in grobe Stücke bzw. Streifen schneiden. Knoblauch grob hacken. Gemeinsam mit den Gewürzen in einem großen Topf in Öl etwa fünf Minuten lang anbraten und dabei gut umrühren.

Kichererbsen und passierte Tomaten dazugeben und mindestens eine halbe Stunde bei mäßiger Hitze gut einkochen lassen, die ersten fünfzehn Minuten ohne Deckel. Hin und wieder umrühren und kosten, gegebenenfalls nachwürzen.

Fünf Minuten vor Ende der Kochzeit die Tomaten waschen und in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit den Basilikumblättern in das Curry einrühren und noch ein paar Minuten mitköcheln lassen.

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