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Wie heißen denn die Dinger nun wirklich? Quiche? Tarte? Saure Kuchen? Ich glaube ja, im Deutschen haben sie keinen Namen, weil sie nicht Teil des Kochrepertoires sind. Ein Verlust. Ich jedenfalls tue mein Bestes, um sie zu verbreiten und bekannter zu machen.

Nun ergab es sich, dass der Sommerurlaub bevorstand, mein Kühlschrank aber noch bei Weitem nicht leer war. Glücklicherweise hatte ich vor der Abfahrt ins Land der besten Tomaten noch einen ganzen Tag Zeit, um kochtechnisch die Küche aufzuräumen. Andere hätten vielleicht den Tag genutzt, um vernünftig Koffer zu packen, aber bei mir geht Essen vor. Also räumte ich dem Packen so wenig Zeit wie möglich ein und stand dafür den ganzen heißen Tag lang in der Küche, um alles zu verkochen, was nicht haltbar war. Heraus kam dabei ein Riesentopf Krautfleckerl, die ich portionsweise eingefroren habe, eine größere Anzahl an Ministrudel, gefüllt mit roten Rüben, Walnüssen, Feta und Balsamico, die ich ebenfalls eingefroren habe, und eine Quiche. Die Quiche habe ich ohne Rezept gemacht und ich muss sagen, ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Prädikat nachkochenswert.

Zutaten:

  • 1 mittelgroße rote Rübe oder mehrere kleine
  • 175 g Mehl
  • 100 g kalte Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 125 g Crème Fraîche natur
  • 100 ml Buttermilch (oder Milch oder Sauerrahm)
  • 1 Ei
  • Pfeffer
  • Salz
  • 1 EL getrockneter Zitronenthymian (oder eine andere Sorte Thymian)
  • 100 g Feta

Zubereitung:

Die ungeschälte, gewaschene rote Rübe in einem Dünster etwa eine Stunde lang weich dünsten. Kleinere brauchen nur eine halbe bis dreiviertel Stunde. Wer keinen Dünster besitzt, kann die Rübe in Alufolie einwickeln und im Backrohr bei etwa 200°C backen – große eine Stunde lang, kleinere eine halbe bis dreiviertel Stunde.

Zur Zubereitung des Mürbteigs das Mehl rasch mit der in Würfeln geschnittenen Butter verkneten, das Ei und Salz dazugeben und kurz weiterkneten. Es macht gar nichts, wenn die Butter noch in kleinen Stückchen ist. Den Teig zur Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben.

Die Zwiebel und Zucchini in feine Scheiben schneiden und bei geringer Hitze in einer Pfanne etwa zwanzig bis dreißig Minuten lang in Olivenöl braten. Danach abkühlen lassen.

Sobald die rote Rübe durch ist, etwas abkühlen lassen und schälen. Die Haut lässt sich jetzt ganz leicht abziehen. Wenn dem nicht so ist, ist sie noch nicht fertig – zurück in den Dünster/ins Rohr damit. Die Rübe in etwa ein Zentimeter große Würfeln schneiden und weiter abkühlen lassen.

In einer kleinen Schüssel Crème Fraîche, Buttermilch, Ei, Pfeffer und Salz gut verrühren, getrockneten Thymian dazugeben. Beiseite stellen. Feta in etwa ein Zentimeter große Würfeln schneiden.

Teig aus dem Kühlschrank nehmen, rasch etwa einen halben Zentimeter dick auswalken und in eine mit Backpapier ausgelegte Springform (Durchmesser etwa 26 Zentimeter) geben. Für den Rand sollten etwa drei bis fünf Zentimeter gerechnet werden – der Durchmesser des rund ausgewalkten Teiges beträgt daher insgesamt etwa 30 Zentimeter.

Nun die gut abgekühlten Rübenwürfel, Zucchini- und Zwiebelscheiben auf den Teig geben und mit der Eimischung übergießen. Mit dem Teigrand einen schönen Abschluss formen und zum Schluss die Fetawürfel gleichmäßig darauf verteilen.

Im Rohr bei etwa 180°C rund vierzig Minuten lang backen. Je nach Herd kann die Temperatur und Backzeit variieren, daher schlage ich vor, nach einer halben Stunde zu kontrollieren, ob die Quiche schon fertig ist, oder noch braucht. Mahlzeit.

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