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Es ist ja nicht so, dass mir nichts Neues mehr einfällt, aber ich werde hier tatsächlich ein Rezept posten, das ich auf diesem Blog schon einmal veröffentlicht habe. Gründe dafür? Erstens ist es das allerbeste Rhabarberkuchenrezept überhaupt, zweitens möchte ich einige Tipps und Tricks mit euch teilen und euch das Rezept wieder in Erinnerung rufen. Außerdem gibt es ein Special Feature am Ende des Rezeptes!

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Was ich in der Zwischenzeit gelernt habe, möchte ich nur zu gern mit euch teilen: bessere Streusel zu machen. Dafür sind zwei Schritte wichtig: die Butter zu schmelzen, bevor sie dann lauwarm zu Mehl und Zucker gerührt wird. Das ergibt schöne Klümpchen, also schon die Streusel. Und dann müssen diese Streusel unbedingt eingefroren werden. Es macht daher Sinn, die Streusel ganz am Anfang vorzubereiten, dann können sie während der Teigzubereitung schön tiefkühlen. Wenn sie in gefrorenem Zustand kurz vor dem Backen auf den Kuchen gegeben werden, behalten sie ihre Form besser. Wer aus Gründen die Butter nicht schmelzen möchten, sondern sie kalt in Würfel schneidet und sie mit Mehl, Zucker und Gewürzen abbröselt und zu einem Klumpen formt, sollte diesen ebenfalls in den Tiefkühler geben und dann vor dem Backen mit einer Reibe über den Kuchen reiben – auch so gelingt eine schöne Streuselkonsistenz.

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Außerdem stellt sich die leidige Frage: Soll Rhabarber geschält werden oder nicht? An sich ist die Schale nicht verträglich, zumindest im rohen Zustand. Gekocht ist das allerdings nicht so schlimm – und die hübsche Farbe bleibt erhalten, wenn er nicht geschält wird. Gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse besitze ich darüber jedoch nicht, es muss jeder und jede selbst entscheiden, wie sich das weitere Vorgehen gestaltet.

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Die angegebene Menge passt für eine Springform mit etwa 24 Zentimeter Durchmesser. Sehr viel größer sollte sie nicht sein, denn der Kuchen ist schon relativ niedrig. Achtung, der Kuchen muss beinahe eine Stunde lang backen – genügend Zeit einrechnen!

Zutaten:

Rhabarbermischung:

  • 500-600 g Rhabarber
  • 115 g Feinkristallzucker
  • 1 EL Saft einer ausgepressten Zitrone

Streusel:

  • 50 g Butter
  • 110 g Mehl
  • 35 g brauner Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise gemahlener Zimt

Teig:

  • 100 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 115 g Feinkristallzucker
  • 1 TL Zitronenzesten
  • 2 Eier
  • 145 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Messerspitze geriebener Ingwer
  • 70 g Sauerrahm

Zubereitung:

Rhabarber waschen, Enden wegschneiden, gegebenenfalls schälen. Rhabarber in ein Zentimeter dicke Stücke schneiden, mit Zucker und Zitronensaft in einer Schüssel vermischen. Beiseite stellen.

Butter für die Streusel schmelzen. Mehl, braunen Zucker, Salz und Zimt in einer Schüssel vermischen. Die geschmolzene Butter ein bisschen abkühlen lassen (lauwarm), dann mit einer Gabel in die Mehlmischung rühren. Es bilden sich nun schöne Streusel-Klümpchen. Die Streusel in den Gefrierschrank stellen.

Butter für den Teig mit dem Zucker in einer Küchenmaschine schön ausgiebig rühren bis er weiß und flaumig ist.

In einer separaten Schüssel mit einer Gabel das Mehl mit dem Backpulver, Salz und Ingwer vermischen. Die Springform vorbereiten: entweder bebuttern und bemehlen oder mit Backpapier auskleiden.

Dann die Zitronenzesten zur Butter-Zucker-Mischung geben. Die Küchenmaschine auf eine langsamere Stufe zurückschalten und die Eier einzeln einrühren. Wieder hinaufschalten und weiterrühren lassen, damit der Teig noch flaumiger wird.

Schließlich ein Drittel der Mehlmischung mit einem Schneebesen unter die nun flaumige Teigmasse heben, dann die Hälfte des Sauerrahms rasch unterheben, dann wieder ein Drittel der Mehlmischung, dann den restlichen Sauerrahm und dann das verbliebene Mehl-Drittel.

Schließlich den Teig in die Springform füllen, mit einem Teigschaber ebnen. Darauf die Rhabarberstückchen gleichmäßig verteilen. Die Rhabarbersirupmischung vom Boden der Schüssel zurückbehalten. Die Streusel aus dem Gefrierschrank nehmen und ebenfalls gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Im Backrohr bei 180°C etwa 50-60 Minuten lang backen. Den Kuchen in der Form auskühlen lassen und dann erst herausnehmen und anschneiden.

Special Feature:

Die verbliebene Rhabarbersirupmischung in einem kleinen Topf einmal aufkochen und dann etwa zehn Minuten lang kochen lassen. Wenn sie abgekühlt ist in ein Glas füllen und mit Mineralwasser aufgießen – ergibt hervorragenden Rhabarbersaft!