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Manchmal gibt’s gar nicht viel zu sagen. Das ist hier und jetzt der Fall. Nur eines vielleicht: ich bin auf einem Gerstengraupen-Trip. Das heißt: Gerste kommt im hiesigen Haushalt derzeit recht oft auf den Tisch. Wahrscheinlich so oft und so lange, bis ich sie nicht mehr sehen kann und nicht mehr schmecken kann. So wie damals beim Couscous, dem alten Trendkorn. Davon haben wir uns alle ja auch irgendwann einmal satt gegessen. Mein aktuelles Trendkorn jedenfalls ist die Gerstengraupe und falls ihr sie noch nicht kennt, solltet ihr das schleunigst ändern.

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Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass heuer Spargel und Rhabarber mein kulinarisches Herz erfreuten, und sie tun es immer noch, schließlich haben sie Saison. Apropos Saison: Belustigt blicke ich derzeit auf die zahlreichen (Instagram-)Fotos von Erdbeerdesserts, Erdbeershakes und Erdbeersonstwas. Da weiß man wieder, wem der saisonale Gedanke wurscht ist. Denn hier und jetzt wachsen noch keine Erdbeeren. Und man weiß auch, wem Geschmack wurscht ist. Denn nach recht viel schmecken die importierten Erdbeeren ja nicht. Was sich diese Erdbeeresser/innen dabei denken möchte ich wissen – aber wahrscheinlich machen sie sich einfach nicht allzu viele Gedanken. „Laut Kalender ist jetzt Frühling, draußen ist es warm, also muss es Erdbeeren geben.“ Und da endet bei diesen Erdbeeresser/innen wohl schon der Gedankengang. Ich kann darüber nur den Kopf schütteln und mir die Reste des Gerstengraupenauflaufs warm machen.

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Zutaten:

  • 1/2 Tasse Gerstengraupen
  • 340 g (= eine halbe Flasche) Tomatenpolpa
  • 4 kleine Zwiebel
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 große Handvoll Petersilienblätter
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl
  • Parmesan

Zubereitung:

Gerstengraupen nach Packungsanweisung zubereiten. In meinem Fall: ein halbes Häferl Graupen und eineinhalb Häferl Wasser in einem Topf zugedeckt dreißig Minuten lang bei geringer Hitze kochen, dann noch 15 Minuten nachziehen lassen.

Zwiebel häuten, halbieren und in feine Scheiben schneiden. In eine mittelgroße Edelstahlpfanne mit hohem Rand (oder einen Edelstahltopf) einen großzügigen Schuss Olivenöl geben, erhitzen, Temperatur zurückdrehen, Zwiebel dazugeben und mindestens dreißig Minuten lang bei geringer Hitze braten. Gelegentlich umrühren. Fertig ist der Zwiebel, wenn er schön gold-braun und lätschert (weich) ist. Anbrennen ist bei der niedrigen Temperatur eigentlich nicht möglich.

In der Zwischenzeit Petersilie waschen und in grobe Stücke zupfen. Frühlingszwiebel waschen, welke Enden wegschneiden und in ein Zentimeter breite Ringe schneiden. Eine nicht zu große Auflaufform mit Olivenöl auspinseln.

Wenn der Zwiebel fertig angebraten ist, die Tomatenpolpa und Frühlingszwiebel dazugeben, ordentlich salzen, ein bisschen pfeffern. Bei größerer Hitze als vorher zugedeckt noch gut zehn Minuten köcheln lassen. Dann Petersilie dazugeben.

Wenn die Graupen fertig gekocht sind, diese in die Auflaufform geben und gleichmäßig verteilen. Darauf die Tomatensauce verteilen und darüber viel Parmesan reiben. Im Rohr bei etwa 200°C etwa 25 Minuten lang backen.